Scherer Jenseits vom Mittelmaß

Buchtipp des Monats

HERMANN SCHERER

"Jenseíts vom Mittelmaß."

"Wer tut, was alle tun, bekommt höchstens, was alle anderen bekom-
men - voraussichtlich auch deren Schwierigkeiten. Schon deshalb gehört zum erfolgreichen Marketing die bewusst geschärfte, markante Profilnase, die unverwechselbare Positionierung, im Idealfall die Alleinstellung. Wie man sie findet, füllt und fruchtbar macht, zeigt in diesem buchstäblich großen Band Hermann Scherer, einer der renommierten Vortrags-VIPs der deutschen Speaker-Szene.

Scherer zeigt hier kurzweilig, bunt und mit vielen plakativen Charts aus seinen Vorträgen, dass er sich vom reinen Motivationstrainer mit Tschaka-Effekt und Glühkohlen-Barfussgang deutlich absetzen will. Recht profund und doch schön fokussiert reizt der Band immer wieder zum Schmökern und Vertiefen und gibt dabei jedesmal neu eine Fülle an Anregungen und Sitzungs-Einstiegen für eigene Projekte, Workshops und Themenrunden her. Wer sich durch gelegentlich nervig-simple Winner-Loser-Kategorisierungen oder durch uramerikanische, aber global sattsam überholte Leidenschafts- und Freundlichkeits-Glaubenssätze nicht weiter stören lässt, bekommt mit 'Jenseits vom Mittelmaß' eine Fülle an Ideen, Verfahren und Erklärungen an die hand. Fazit: Fleißig gemacht und ganz schön beeindruckend."

Hermann Scherer: Jenseits vom Mittelmaß. Unternehmenserfolg im Verdrängungswettbewerb. GABAL Verlag, Offenbach; 2009. 352 Seiten. ISBN 978-3-89749-910-2.

Früherer Buchtipp: "Looking good in Print"
ROGER C. PARKER

Looking good in Print

Grundlagen der DTP Gestaltung.

(St. Gallen / Zürich, 2002. 350 Seiten, EUR 34,80
ISBN 3-907020-57-X).

Wer selbst keine Werbeentwürfe zu erstellen hat, bringt oftmals nicht das geschulte Auge mit, um seiner Agentur oder seinem Grafikbüro auf die Finger zu schauen oder die richtigen Fragen zu stellen. Für solche Marketingpraktiker ist dieses Standardwerk von Parker ein Segen im Alltag.

Wie baut man anständige, leicht erfassbare Powerpoint-Charts
auf? Was macht Tabellendarstellungen gut lesbar? Wie fallen Anzeigen nicht nur rasch auf, sondern bringen ihren Inhalt auch mühelos an den Adressaten? Wie blickt das Auge des Lesers auf einen Kunden-Newsletter? Bis hin zum gut gestalteten Lebenslauf für die Bewerbung reichen die Anleitungen und Tipps, alle gut verständlich und mit zahllosen Beispielen versehen (die man
an vielen Stellen auch problemlos auf den eigenen Bedarf
abwandeln kann).

Das Buch und alle Beispiele darin sind schwarz-weiss gehalten, doch das tut dem Inhalt keinen Abbruch. Für den ins Berufsleben startenden Grafiker immerhin eine wohl abgerundete Zusammenfassung bietend ist das Buch vor allem für Nicht-Grafiker ein wertvolles Handwerkszeug - in der Zusammenarbeit mit Profis ebenso wie für das kleine, schnell gebrauchte und deshalb selbstgemachte Kommunikationsmittel zwischendurch.
Früherer Buchtipp: "Guerilla Marketing"

Buchtipp des Monats

Thomas Patalas

"Guerilla Marketing.
Ideen schlagen Budget"

 

(Berlin, 2006. 181 Seiten, EUR 14,95. ISBN 3-589-23500-4.)

 

„Große Effekte mit kleinem Budget“ und „Alternativen zur klassischen Werbung“ sind Ankündigungen, die dem täglichen Berufs-Reklamesprech des Autors entstammen, der eine eigene Kommunikationsagentur betreibt – geschenkt. Auch die Einführungskapitel fassen nur zusammen, was man über die Praxis der Werbeplanung kennt und oftmals auch berücksichtigt. Interessant ist das Buch dagegen wegen seiner zahlreichen Tipps, Checklisten, Anleitungen, Ideen und Beispiele für ungewöhnliche Marketingaktionen, die nicht die Welt kosten müssen.

 

Wie man jenseits klassischer PR-Textarbeit für positive Aufmerksamkeit sorgt, ohne teure Medienetats investieren zu müssen, wie man zündende Aktionsideen entwickelt, wie man das Internet in seine Aktionen bestmöglich einbaut – auf all das erhält der Leser Antworten, die sofort zum eigenen Umdenken und Übertragen provozieren. Und das ist mehr, als manch großformatigeres Werk von sich sagen darf. Guerilla Marketing: Ein kleiner, rascher Parxishelfer, der sich schon dann lohnt, wenn Sie nur zwei neue Ideen für Ihr Marketing von morgen daraus mitnehmen.

Früherer Tipp: "Warum kaufen wir?"
PACO UNDERHILL

"Warum kaufen wir?"
Die Psychologie des Konsums

(1999, Econ Verlag, München. ISBN 3-430-19250-1, € 20,40)

Den Kunden beim Kaufen zuschauen ersetzt manch teure Marktforschung. Ganz nebenbei erhellen sich so die Gesetzmäßigkeiten erfolgreicher Waren-Präsentation und der Kommunikation rund ums zu verkaufende Produkt.

Selten hat man so viele Tipps und empirisch belegte Erfolgsregeln für das Einzelhandelsgeschäft aus 261 durchweg
unterhaltsamen Seiten ziehen können wie aus der lebendig zusammengefaßten Erfahrung des Soziologen Paco Underhill.

  • Warum ist die Gestaltung der Umkleidekabinen wichtiger als der ganze Verkaufsraum im Textilfachgeschäft?
  • Warum geht der Umsatz einer Gaststätte schlagartig und messbar zurück, wenn die vielen, oft häßlichen Deckenhänger, Tischaufsteller, Poster und Werbe-Salzstreuer weggenommen werden?
  • Wo hängt ein Werbeplakat wirkungsvoll und wo versperrt es nur die Sicht?

Das und vieles mehr bietet Underhill so kurzweilig dar, daß man unweigerlich Appetit aufs Bessermachen bekommt.
Eine Investition, die sich in Ihrem Handelsunternehmen schon am ersten Morgen nach dem Lesen des Buchs bezahlt machen dürfte.
Früherer Tipp: "Jeder Kunde hat seinen Preis"
ERICH NORBERT DETROY, FRANK M. SCHEELEN

Jeder Kunde hat seinen Preis.
Wie Sie Verhandlungen individuell führen und gewinnen.

(2003, Metropolitan Verlag, Berlin/Regensburg.
ISBN3-89623-157-X, 224 Seiten, EUR 24,95).

Verkäufer, die die Signale Ihrer Kunden im Vorfeld richtig deuten, können der berüchtigten "Preisfalle" entgehen. Voraussetzung: Individuelle Wünsche und emotionale Beweggründe berücksichtigen und eine für beide Seiten günstige Win-Win-Atmosphäre schaffen.

Zum ersten Mal gemeinsam zeigendie beiden bekannten Verkaufsprofis Detroy und Scheelen auf anschauliche und praktisch-verständliche Weise,

  • wie die Beziehung zum Kunden, und sei sie nur ein paar Augenblicke alt, zur wesentlich bestimmenderen Basis für das erfolgreiche Verkaufsgespräch wird als der Preis
  • Warum in Zeiten des wirklich mündigen, vergleichenden Kunden das "Hardselling"
    seine Rolle verloren hat zugunste des beratenden Beziehungsmanagements
  • Welche aktuellen, empirisch gesicherten typologischen Erkennungs-Hilfen für die Selbsterkenntnis des Verkäufers und sein Vorgehen im Beratungsgespräch mit dem jeweiligen Kundentyp zur Verfügung stehen und wie man sie anwendet.

Ob als Trainingshandbuch, als schier unerschöpfliche Fundgrube an praktischen Tipps zu Verhalten und Argumentation im Verkauf, oder als kurzweiliger Lesespaß für psychologisch Interessierte.

Einleuchtender als in diesem Handbuch läst sich kaum in Erfahrung bringen, wie man scheinbar heikle Preisgespräche souverän steuert und erfolgreich zum Abschluss bringt.

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